Granatapfel

Der Granatapfel gehört zu den Weiderichgewächsen und ist eine apfelähnliche, bis zu 12 cm breite, rote und apfelförmige Frucht. Er besitzt eine lederartige Schale und enthält in unregelmäßigen, häutigen Kammern zahlreiche Samen.

Seine saftige und rote Außenschicht ist essbar. Der vielen Kerne wegen werden Granatäpfel häufig zu Saft ausgepresst. Der Granatapfel stammt ursprünglich aus Persien, wo er schon um 2000 v.Chr. angebaut wurde. Bereits in der Bibel wird der Granatapfel (5. Moses, Kap. 8,7-8, 8) erwähnt, und auch im alten Ägypten war der Granatapfelbaum bekannt. Damit ist der Granatapfel eine der ältesten Kultur- und Heilpflanzen. Die Frucht spielt seit jeher eine bedeutsame Rolle in Religion und Mythologie. Aufgrund seiner zahlreichen Kerne wird sie beispielsweise als Symbol der Fruchtbarkeit und des Kinderreichtums angesehen.

 

Der Granatapfel wird heute im westlichen bis mittleren Asien, in Süd-Afrika, Süd-Amerika, Australien und im Mittelmeergebiet kultiviert. Der Granatapfel verfügt über besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole), welchen man diverse positive gesundheitliche Effekte zuschreibt. Bei uns kennt man den Granatapfel meist in Form von Sirupen und Likören – unter dem Namen „Grenadine“ wird er wegen seiner leuchtend roten Farbe häufig für Mix-Getränke verwendet.