Fasten als Einstieg in eine bewusste Ernährung

Basenfasten, Saftfasten, Intervallfasten – viele Menschen gönnen ihrem Körper ab und zu eine kleine Verschnaufpause und entscheiden sich für einen zeitlich begrenzten Nahrungsverzicht, um in eine bewusste Ernährungsweise einzusteigen. Die wohl bekannteste Fastenkur ist die klassische Methode nach Buchinger. Wir zeigen Euch, was Ihr dabei beachten solltet, und geben Euch ein Fastentagebuch an die Hand, das Euch hilft, während der Fastenkur achtsam mit Euch selbst zu sein.*   

Buchinger Fasten: Was steckt dahinter?

Wer fastet, verzichtet freiwillig für eine begrenzte Zeit auf feste Speisen und Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Süßigkeiten und Nikotin. Nach dem Konzept des deutschen Mediziners Dr. Otto Buchinger werden stattdessen reichlich Wasser und Tee sowie kleinere Mengen Säfte und Gemüsebrühe getrunken. Das hört sich erst einmal schwer umsetzbar an – aber mit der richtigen Vorbereitung lässt sich eine Fastenkur nach Buchinger problemlos meistern.

 

Bevor das eigentliche Fasten beginnt, wird der Körper in ein bis drei Entlastungstagen auf die Zeit ohne feste Nahrung eingestimmt. Die eigentliche Fastenperiode startet dann mit einer Darmreinigung. Fasten-Neulinge tun sich damit vielleicht etwas schwer, doch wer einmal gefastet hat, weiß, wie sehr es den Einstieg erleichtert.

 

Am Ende der Fastenperiode steht dann das sogenannte „Fastenbrechen“, bei dem man zum ersten Mal wieder achtsam feste Nahrung, wie beispielsweise einen Apfel, isst. Und die folgenden Aufbautage dienen dazu, Stoffwechsel- und Verdauungsfunktionen wieder anzukurbeln und ein langsames, bewusstes Essen einzuüben. Zum Fasten nach Buchinger gehören auch regelmäßige Bewegung und Entspannung.

Die Fastenperiode – zum richtigen Zeitpunkt und gut betreut

Ist die Entscheidung für das Fasten gefallen, beginnt die Planung. Zunächst ist es wichtig, die grundlegenden Rahmenbedingungen für die eigene Fastenkur festzulegen:

  1. Besonders wichtig ist die Wahl eines passenden Zeitraums – mit wenigen Terminen, ohne Stress sowie mit ausreichend Ruhe und Muße.
  2. Vielleicht ist der Anschluss an eine Fastengruppe hilfreich. Für viele ist das Miteinander eine zusätzliche Motivation, wenn es einmal persönlich nicht so gut läuft.

 

 

Insbesondere bei längeren Fastenzeiträumen ist eine Betreuung durch erfahrene Mediziner oder Ernährungstherapeuten anzuraten. Buchinger sieht beispielsweise eine Dauer von zwei bis vier Wochen vor. Nach Angaben der Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung ist eine Fastenwoche für Gesunde optimal: Ein Entlastungstag, fünf Fastentage und zwei Aufbautage.

Ein Tagebuch für die Fastenkur

Wir möchten Euch dabei helfen, Euch bestmöglich auf die Fastenperiode vorzubereiten und sie gut zu überstehen. Deswegen haben wir ein Fastentagebuch zum Download für Euch entwickelt, das Euch hilfreiche Tipps zum Ablauf der Fastenwoche und Rezepte an die Hand gibt. Außerdem bleibt im Fastentagebuch viel Platz für eigene Gedanken während der Fastenkur – das hilft, dranzubleiben und sich immer wieder selbst zu reflektieren. So einfach geht's:

 

  1.  Das Fastentagebuch herunterladen
  2. Das Tagebuch mit 2 Seiten auf 1 Seite DIN A4 ausdrucken und dann teilen
  3. Alle Blätter lochen und mit einem Band/ einer Kordel zusammenbinden

Mit unserem Fastentagebuch bist Du gut gerüstet – also nichts wie los. Und nicht vergessen: Die Fastenkur dient als Einstieg in eine bewusste und achtsame Ernährung – die perfekte Voraussetzung, um auch in Zukunft einen gesünderen Lebensstil für Körper, Seele und Geist zu verfolgen.

Fasten ist nicht geeignet

 

• für Kinder im Wachstum, Schwangere, Stillende

• bei Erkrankungen oder starkem Untergewicht/Kachexie

• bei erhöhten Harnsäurewerten (während des Fastens fällt vermehrt Harnsäure an und es kann zu akuten Gichtanfällen kommen)

 

Weiterhin muss die Einnahme von Medikamenten berücksichtigt werden. Eine ärztliche Kontrolle bzw. ein Vorab-Check sind sinnvoll.

 

 

*Die Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit Dipl.-Oecotrophologin Dr. Rita Hermann entwickelt. Nach ihrem Studium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promovierte sie an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Seit 1995 ist sie freiberuflich als Fachjournalistin, Referentin und Dozentin tätig. 1997 gründete sie die Agentur für Ernährungskommunikation in Mülheim-Kärlich bei Koblenz. Sie ist Lehrbeauftragte an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe.

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