Cranberry Ernte - die rote Frucht aus Kanada

Die Beeren für unseren Cranberrysaft kommen aus Kanada…nicht gerade um die Ecke! Wir wollten uns die weite Reise, die unsere Cranberries zurücklegen einmal näher anschauen. Daniela aus dem Produktmanagement hat sich für uns auf den Weg zu Martin le Moine nach Québec gemacht – natürlich im Oktober zur Ernte der roten Früchte!

Die Cranberry ist die dicke amerikanische Verwandte unserer heimischen Preiselbeere. Die Sträucher selbst sind recht klein und zierlich, dabei aber sehr robust und können bis zu 150 Jahre alt werden. Die ersten Beeren trägt die Pflanze nach ca. 3 Jahren, ihre volle Ertragskraft erreicht sie nach 5 Jahren. Die Sträucher dürfen dabei nicht zu hoch wachsen, da die Äste sonst die pummeligen Beeren nicht mehr tragen können. Nach der Blüte Mitte Juni kann die Ernte im September oder Oktober erfolgen. Ihre intensive rote Farbe erlangen die Cranberries übrigens erst bei niedrigen Temperaturen. Die kalten Winter in Kanada sind außerdem für den biologischen Anbau von Cranberries optimal geeignet, da so Schädlinge auf natürliche Art und Weise abgetötet werden.

 

Cranberries werden meistens nass geerntet. Die Felder sind ähnlich einer Badewanne in den Boden eingelassen und werden mit Wasser aus benachbarten Seen oder gesammeltem Regenwasser geflutet – das Wasser bleibt auf den Feldern stehen und die Beeren werden durch erzeugte Wasserstrudel von den Sträuchern abgelöst. Durch kleine Luftkammern in den Beeren schwimmen diese an der Wasseroberfläche und können anschließend abgesaugt oder von Booten aus eingesammelt werden.

 

Pro Tag können so bis zu 250 Tonnen Cranberries geerntet werden. Anschließend werden die Cranberries gewaschen und zur Konservierung direkt eingefroren. Per Schiff treten sie dann ihre Reise nach Deutschland an, wo sie nach ca. 14 Tagen ankommen. Nach der Ankunft werden die Beeren dann so schnell wie möglich verarbeitet. Für unseren Cranberrysaft werden sie komplett gepresst, da so die meisten wertvollen Inhaltsstoffe in den Saft gelangen. So ergibt sich bei der Pressung der Beeren eine Ausbeute von ca. 85 – 90 %! Der Rest, der sogenannte Trester, wird zu Tierfutter verarbeitet oder in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt und kann so sinnvoll verwertet werden.