Chia

Die Chiapflanze ist ein Salbeigewächs, das ursprünglich vermutlich aus Mexiko und Guatemala kommt. Die Pflanze hat eine Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und benötigt viel Sonne, Wärme und ausreichend Feuchtigkeit. Sie ziert eine violette Blüte, die an den heimischen Lavendel erinnert. Aber nicht die Blüte ist es, sondern die weißen, grauen oder braunen Samen sind es, die Chia hierzulande so populär machen.

 

Chiasamen sind nicht nur eine bemerkenswerte Ballaststoffquelle, sie enthalten auch viel Öl und verfügen über einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Sie haben ein bedeutendes Quellvermögen: Verrührt man Chiasamen mit Wasser, einem Getreidedrink oder anderer Flüssigkeit, ergeben sie eine gallertartige Masse – perfekt für Smoothies oder Backwaren. Mit einem „Chia-Ei“ können Veganer beispielsweise tierisches Ei in Backwaren ersetzen. Dazu 3 EL Wasser mit 1 EL Chia verrühren und ein paar Minuten quellen lassen.

 

Chia als „neues Lebensmittel“ durchlief ein EU-Zulassungsverfahren und wurde von Kontrollbehörden mit einem ein Grenzwert von 15 Gramm, der als gesundheitlich unbedenklich gilt, für den täglichen Verzehr versehen. Aufgrund dessen muss jede Chiasamen Verpackung folgenden Pflichthinweis tragen: „Die tägliche Aufnahme darf 15 Gramm nicht überschreiten." Diese 15 Gramm sind, nebenbei gesagt, auch völlig ausreichend, um den Speiseplan mit wertvollen Fettsäuren und Ballaststoffen anzureichern.